Premiere im virtuellen Klassenzimmer
Nun, es lief gut :-).
Ehrlich gesagt, lief es genau so, wie erwartet.
Am Anfang ging nichts. Mein Headset war verstellt (allerdings nur im Smile Tiger), so dass mich niemand verstand. Das Problem war relativ schnell gelöst. Mein Mikro war in der Systemsteuerung abgeschaltet. Bei den Teilnehmern gab es ähnliche Probleme, die sich aber letztendlich alle in der ersten halben Stunde lösen ließen.
Nach Vorstellung meinerseits über eine Powerpoint Präsentation und Abfrage des Wissensstandes meiner Teilnehmer - die Zahl ist mittlerweile von drei auf acht angestiegen, fing ich dann im Urschleim von Word an.

Präsentation-erste Seite
Mein Resümee:
Schulung machen und dabei gemütlich Kaffeetrinken ist super
… Aber im Ernst. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass man keine optische Kontrolle über die Teilnehmer hat, ist der Unterschied zu Präsenzunterricht garnicht so groß.
Wichtig ist das Gleichgewicht zwischen Reden (ohne den Leuten auf die Nerven zu gehen), Übungen und Gespräch.
Lange Stille wirkt komisch, zuviel Reden betäubt die Schüler…
Die Resonanz war recht positiv und so gehe ich gutgelaunt und motiviert in den Juli und die restlichen 67 Unterrichtseinheiten.
Online-Schulungen
Seit meiner Ausbildung zur Tele-Tutorin im März diesen Jahres habe ich gespannt auf meinen ersten Auftrag in diesem Bereich gewartet. Nun ist er da. Von morgen an werde ich den ganzen Juli über Word2003 über die Software Smile Tiger im virtuellen Klassenzimmer unterrichten. Der Unterricht dort entspricht im Prinzip dem Präsenzunterricht, d. h. der Dozent erklärt, macht vor und gibt Übungen aus - die Schulungsteilnehmer hören zu (oder auch nicht) und machen die Übungen.
Der wirklich große Unterschied und die daraus entstehende Anforderung an den Dozenten ist, dass er die Teilnehmer nicht sieht. Die Verwendung von Web-Cams ist zwar prinzipiell möglich, würde aber die Bandbreite so belasten und soviele Störungen im Ablauf hervorrufen, dass darauf verzichtet wird.
Wie schafft es nun der Lehrer seine Schüler davon abzuhalten im Internet zu surfen, einzuschlafen, Kaffee trinken zu gehen, kurz ABZUSCHALTEN?
Theoretisch durch ständige Konfrontation. Gut hat es der Dozent, der über eine angenehme, nicht einschläfernde Stimme und einen großen Pool an Übungsaufgaben verfügt, um die Teilnehmer beschäftigt zu halten.
Morgen um 12:00 Uhr geht es los….